StudiMedia - Newsblog
Unternehmen haben zuwenig Informationen für Personalmarketing
Ergebnisse des Arbita Genome Recruitment Report 2009
Online-Recruiting ist ein wichtiges Thema bei den Unternehmen, die Budgets sind vorhanden, aber es fehlt an Informationen, Auswertungen und Wissen.
Der Arbita Genome Recruitment Report 2009 bezieht sich zwar auf US-amerikanische Unternehmen, lässt sich aber wohl ziemlich gut auch auf Schweizer Unternehmen adaptieren. Eva Zils von online-recruiting.net hat sich die Studie genauer angeschaut und folgende Erkenntnisse daraus gezogen:
- 93 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen gaben an, im Jahre 2009 dasselbe oder ein geringeres Budget für Jobbörsen zur Verfügung zu haben.
- Lediglich 38 Prozent der Unternehmen haben den Eindruck, genügend Informations- und Auswertungsmöglichkeiten zu haben, um ihre Personalmarketingstrategie erfolgreich planen zu können.
- Gerade einmal 15 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, eine effektive Strategie entwickelt zu haben, um Bewerber auf und durch Blogs ausfindig zu machen. 26 Prozent optimieren ihre Internetseiten für Google (SEO) und 18 Prozent betreiben Search Engine Marketing, etwa z.B. durch Personalsuche per Google AdWords. Immerhin 47 Prozent nutzen Social Networks wie LinkedIn oder Facebook zur aktiven Kandidatenansprache.
- Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist mit dem Bewerberrücklauf von Jobbörsen unzufrieden. Jedoch planen nur 9 Prozent eine Budgeterhöhung, um das Schalten von Internet Stellenanzeigen zu optimieren.
- Beinahe alle Unternehmen halten die internetbasierte Mitarbeitersuche für unumgänglich. 79 Prozent führen diese im Hause selbst durch, dennoch finden 47 Prozent, dass das HR-Team nicht genügend ausgebildet ist, um effektive Kandidatensuche im Internet zu betreiben.
Diese Aussagen decken sich ziemlich genau mit unserer Erfahrung aus der täglichen Beratungstätigkeit: Viele Unternehmen setzen zwar auf das Internet als Rekrutierungs- und Kommunikationsmittel, aber verpassen es gleichzeitig, das Optimum daraus herauszuholen. Einige haben die Affinität zum Medium nicht, andere kämpfen mit internen Restriktionen oder Vorgaben und die restlichen sind mit dem Tagesgeschäft so absorbiert, dass die Zeit für Optimierungsmassnahmen nicht mehr reicht. Erstaunlich ist zum Beispiel, wie wenig Unternehmen schon nur ihre offenen Stellen in einem RSS-tauglichen Format anbieten, liessen sich doch damit prima Twitter-Accounts, Facebook-Pages und ähnliches automatisch füllen. Oder ein interessierter Bewerber könnte sich den Feed auch direkt abonnieren.
[via Alma Mater]
Veröffentlicht am 25.06.2009 um 08:08 Uhr von Patrick Mollet | Permalink
Kategorien: Hochschulmarketing | Employer Branding | Online-Marketing - Alle Kategorien zeigen

1 Kommentar zu dieser News
malaidoskop am Donnerstag, 25.06.09 um 08:53
leider verfügen viele marktführende Online Rekrutierungssysteme (wie zb Taleo) welche in Großunternehmen eingesetzt werden, auch heute noch nicht über eine RSS Funktion, obwohl diese schon seit langem Standard sein sollte.