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studiVZ: Kommt schon bald der Verkauf an Facebook?

Anzeichen für einen Verkauf häufen sich

Zuerst verlässt der bisherige CEO Marcus Riecke das Unternehmen, dann wird die eigene VZ-Konferenz abgesagt, die Besucherzahlen schwinden und aus dem Facebook-Umfeld dringen langsam Informationen über einen baldigen Kauf an die Öffentlichkeit.

Vor ein paar Wochen gab die Studenten-Community studiVZ völlig überraschend den sofortigen Austritt von CEO Marcus Riecke bekannt. Ad interim folgt Clemens Riedl, der erst seit August bei studiVZ ist. Ironischerweise flatterte aber noch ein paar Tage vor der Austrittsmeldung eine Einladung zum “VZ-Dialog am 20.11.08” (passwortgeschützt) ins Haus, einer von studiVZ organisierten Konferenz “über das gesellschaftliche Phänomen und den großen Erfolg der Social Communities”. Letzte Woche kam nun die Absage der Veranstaltung: “Vor dem Hintergrund des erst kürzlich erfolgten Wechsels in der Geschäftsführung der studiVZ Ltd. müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir die Veranstaltung trotz positiver Resonanz zum jetzigen Zeitpunkt nicht durchführen können.”

Nun, ein CEO-Wechsel ist sicher ein Ereignis von grosser Tragweite, aber muss deshalb gleich eine grossangelegte Konferenz abgesagt werden (für deren Organisation notabene eine externe Agentur beauftragt wurde)? Wäre nicht ein solcher Anlass gerade eine Chance, den neuen CEO einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren? Auf jeden Fall hält sich im Markt das Gerücht, dass hinter der Absage grössere Probleme/Änderungen als nur der CEO-Wechsel stecken. Fakt ist, dass studiVZ (wie andere Communities auch) noch immer kein vernünftiges Geschäftsmodell gefunden hat, um die Plattform zu monetarisieren. Gleichzeitig verzeichnet der ehemalige Star des Web 2.0 auch einen konstanten Rückgang der Besucherzahlen und verliert langsam aber sicher an Boden gegenüber anderen Communities.

Damit erhalten all jene Gerüchte weiter Auftrieb, die einen Verkauf von studiVZ an Facebook prophezeien: Aus Berlin ist zu erfahren, dass der Druck auf Stefan von Holtzbrinck (als Eigentümer von studiVZ) wächst, sein Internetabenteuer zu beenden. Gleichzeitig hat Facebook in Deutschland noch immer Mühe, Fuss zu fassen, und könnte sich mit einem Kauf rasch die benötigten Marktanteile beschaffen. Gut unterrichtete Quellen aus dem Umfeld von Facebook bestätigen mittlerweilen ziemlich offen das Interesse von Facebook an studiVZ. In der Branche wird mittlerweilen gemunkelt, dass noch vor Weihnachten mit einem Entscheid zu rechnen ist…

Veröffentlicht am 13.11.2008 um 12:07 Uhr von Patrick Mollet | Permalink
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1 Kommentar zu dieser News

Mättu (http://www.studisurf.ch) am Donnerstag, 13.11.08 um 12:48

Ich geben StudiVZ noch 18 Tage dann gehört die Seite Facebook!

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