StudiMedia - Newsblog

Marcus Riecke verlässt studiVZ

Offenbar unterschiedliche Auffassungen zur Strategie

Völlig überraschend gab das Verlagshaus Holtzbrinck, zu dem die Studenten-Community studiVZ gehört, heute den sofortigen Austritt Rieckes bekannt. Die Blogger debattieren nun, ob der Abgang wirklich freiwillig war oder ob der CEO entlassen wurde.

Erst 2007 stiess Marcus Riecke als CEO zu studiVZ und der ehemalige eBay-Manager erhielt den Auftrag, einerseits die Studentenfirma studiVZ zu professionalisieren, andererseits endlich den kommerziellen Erfolg hinzukriegen. Das deutsche Verlagshaus Holtzbrinck hatte zuvor studiVZ für schätzungsweise EUR 85 Mio gekauft, aber die Studentencommunity schreibt trotz EUR 10 Mio Mitgliedern noch immer rote Zahlen. Gemäss offizieller Pressemitteilung verlässt Riecke das Unternehmen freiwillig, aber per sofort, und man bedankt sich für seine geleisteten Dienste. In zahlreichen Blogs wird seither aber heftig diskutiert, ob man den CEO nicht in die Wüste schickte, weil ihm die Monetarisierung von studiVZ nicht gelang. Andere glauben, dass Riecke mit der Konzernstrategie nicht einverstanden war, eine andere Vermarktung anstrebte und sogar einem Verkauf an Facebook gegenüber nicht abgeneigt war.

Ich persönlich finde die Tatsache spannend, dass man nun umgehend den Vice President Sales Clemens Riedl auf den CEO-Posten hievt; ein langjähriger Holtzbrinck-Manager, der gerade erst vor Kurzem vom Tagesspiegel zu studiVZ wechselte. Hier glaube ich nicht an einen Zufall, sondern an Planung durch die Konzernzentrale - was wiederum dafür spricht, dass der Abgang von Riecke sicher nicht überraschend und vielleicht eben auch nicht ganz freiwillig kam.

Blogs zum Thema:
netzwertig.com
Netzökonom (FAZ)
turi2.de

Veröffentlicht am 22.10.2008 um 15:22 Uhr von Patrick Mollet | Permalink
Kategorien: Online-MarketingVermischtes - Alle Kategorien zeigen

Trackback URL: http://www.studimedia.ch/trackback/6607/
Bookmark and Share

Noch keine Kommentare zu dieser News

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
People